Medieninformation - 04/2026

Bundesweiter Aktionstag „Kommunen am Limit“ am 22. Juni 2026

Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag

und Deutscher Städte- und Gemeindebund – veranstalten einen bundesweiten

Aktionstag „Kommunen am Limit“ am 22. Juni 2026.


Dazu erklärt der Präsident des Gemeinde- und Städtebund Thüringen, Herr Bürgermeister

Dr. Steffen Kania: „Mit dem Aktionstag machen die kommunalen Spitzenverbände im

Bund auf die dramatische Finanzlage vieler Kommunen in der Bundesrepublik

aufmerksam. Aus Thüringer Sicht ist insbesondere der Bund aufgefordert, endlich

wirksam gegenzusteuern.“


Wenn die kommunalen Haushalte unter Druck geraten, bedeutet das vor Ort weniger

Gestaltungsspielraum, längere Wartezeiten und zurückgestellte Zukunftsinvestitionen.

Die angespannten Kommunalfinanzen sind dann im Alltag sichtbar: bei Schwimmbädern,

Bibliotheken, Kultur- und Sportangeboten, Jugend- und Sozialarbeit, ÖPNV, Schulen,

Straßen, Verwaltungsleistungen und vielen weiteren Angeboten der Daseinsvorsorge.

Ursache der Krise ist nicht mangelnder Sparwille der Kommunen. Vor allem der Bund

beschließt Aufgaben, Standards und Leistungsansprüche, sorgt aber vielfach nicht

dauerhaft und dynamisch für die notwendige Finanzierung. Das kann auf Dauer nicht

funktionieren. Der Grundsatz „wer bestellt, bezahlt“ muss umfassend Anwendung finden.


„Wir unterstützen daher den Deutschen Städtetag, den Deutschen Landkreistag und den

Deutschen Städte- und Gemeindebund in seinen an den Bund gerichteten Forderungen

nach einer grundlegenden finanziellen Stabilisierung der kommunalen Ebene. Eine

Möglichkeit dazu ist, dass der Bund die Kommunen stärker an den

Umsatzsteuereinnahmen beteiligt. Zugleich braucht es strukturelle Reformen,

insbesondere bei den stark steigenden Sozialausgaben,“ so Kania abschließend.