Medieninformation - 02/2026 - Thüringer Landtag will Kindergartenfinanzierung ändern

Kania: Land muss jährliche Kostensteigerungen ausgleichen

Der wichtigste Baustein für ein gute Zukunft der Kindergärten ist aus Sicht von Kania stattdessen eine jährliche Anpassung der Landeszuschüsse (sogenannte Dynamisierung) an die tatsächlichen Kostensteigerungen. Eltern und Kommunen profitierten gleichermaßen, wenn für die Einrichtungen mehr finanzieller Spielraum geschaffen werde. Dass das Land auch über die notwendige Finanzkraft verfüge, werde durch die freiwillige Einführung eines dritten beitragsfreien Kindergartenjahresbelegt.

Angesichts rückläufiger Kinderzahlen schlägt Kania auch eine konkrete Alternative zu den Gesetzentwürfen für kleine Einrichtungen im ländlichen Raum vor: „Kindergärten, die das einzige Angebot in der Gemeinde sind und im Sinne eines bedarfsgerechten und gut erreichbaren Betreuungsangebotes langfristig bestehen bleiben müssen, sollten auf ihren Antrag hin dauerhaft finanziell vom Land unterstützt werden.“

Präsident Kania fordert zudem eine sachgerechtere Personalbedarfsplanung in den Einrichtungen. Die meisten Eltern wollten ihre Kinder sieben, acht oder neun Stunden in Kindertageseinrichtungen betreuen lassen. Tatsächlich zeigten aber Auswertungen von Gemeinden, dass während der beitragsfreien Kindergartenjahre bei nicht kommunal getragenen Einrichtungen oft der bundesweit einmalige Betreuungsanspruch von zehn Stunden gewählt werde. „Diese Fehlsteuerung des Thüringer Sonderweges verursacht für die Kommunen Ausgaben, die am Bedarf vorbei gehen“, so Kania abschließend.